Passwesen
(© Auswärtiges Amt)
Seit dem 1. November 2007 müssen in deutschen elektronischen Reisepässen (ePässe mit bordeauxrotem Einband) auch Fingerabdrücke auf einem Chip gespeichert werden. Dies hat zur Folge, dass jeder Antragsteller persönlich bei der Passbehörde vorsprechen muss. Passbehörden im Ausland sind Botschaften und Generalkonsulate.

Zuständig für die Passausstellung im Ausland ist diejenige deutsche Auslandsvertretung (Konsularabteilung einer Botschaft oder eines Generalkonsulats), in deren Amtsbezirk Sie sich dauerhaft aufhalten. Auch bei vielen Honorarkonsuln sind die technischen Voraussetzungen für die Entgegennahme von Passanträgen gegeben (die Anschriften der Vertretungen und Honorarkonsuln finden Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amts unter "Deutsche Auslandsvertretungen" bzw. über den Link in der rechten Spalte). Wenn Sie aus Deutschland ins Ausland verzogen sind, müssen Sie bei der Beantragung des Passes in der Regel eine Abmeldebescheinigung der letzten deutschen Wohnsitzgemeinde vorlegen. 

Pässe müssen in der Auslandsvertretung grundsätzlich persönlich und schriftlich beantragt und dort abgeholt werden. Das persönliche Erscheinen der Antragsteller bei der Passbehörde ist zur elektronischen Fingerabdruckerfassung und zum Zwecke einer sicheren Identifizierung erforderlich. Eine Vertretung durch einen Bevollmächtigten scheidet damit regelmäßig aus. Ausnahmen können lediglich bei Krankheit oder Gebrechlichkeit zugelassen werden; in diesen Fällen können jedoch nur vorläufige Passdokumente beantragt werden, die eine maximale Gültigkeitsdauer von einem Jahr besitzen und nicht zur visumfreien Einreise in die USA berechtigen.

Antragsformulare sowie die Mustertafel für biometrische Passfotos der Bundesdruckerei finden Sie auf dieser Internetseite. Mit dem Antrag sind zwei aktuelle biometrische Passbilder abzugeben.

Informationen zu den weiterhin erforderlichen Unterlagen können Sie bei der zuständigen Auslandsvertretung erfragen oder auf deren Webseite einsehen.

Webseiten der deutschen Auslandsvertretungen

Gebühren

Die Grundgebühr für den elektronischen Reisepass (ePass) beträgt für Antragsteller ab 24 Jahren 60 Euro und für Antragsteller unter 24 Jahren 37,50 Euro. Die Gebühr erhöht sich im Einzelfall, beispielsweise wenn 

  • der Pass im Ausland bei einer deutschen Auslandsvertretung beantragt wird,
  • der Pass bei einer örtlich unzuständigen Passbehörde beantragt wird,
  • der Reisepass im Expressverfahren beantragt wird,
  • der Reisepass mit 48 Seiten (statt der üblichen 32 Seiten) beantragt wird,
  • die Pass(ersatz)ausstellung auf Veranlassung des Passbewerbers außerhalb der Dienstzeiten erfolgt.

Auslagen für Fernsprech- und Portokosten werden zusätzlich zu den Gebühren erhoben.

Da die Gebühren in Landeswährung erhoben werden, können Schwankungen durch sich ändernde Umrechnungskurse eintreten. Es empfiehlt sich, die Frage, welches Dokument im Einzelfall ausgestellt werden sollte, und die damit zusammenhängende Frage der Passgebühr mit der zuständigen deutschen Auslandsvertretung zu klären.

Bearbeitungsdauer

ePässe werden für alle Passbehörden zentral von der Bundesdruckerei in Berlin hergestellt und per Kurier an die Auslandsvertretungen geschickt. Deshalb liegen zwischen Antragstellung und Aushändigung mehrere Wochen. Eine rechtzeitige Antragstellung wird empfohlen.

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